Erstmals auf dem ESE Kongress:
Hackathon - Embedded-Rust zum Anfassen
Die Programmiersprache Rust gewinnt in der Embedded-Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Allerdings ist die Sprache für viele Entwickler immer noch Neuland. Daher findet in diesem Jahr auf dem ESE-Kongress erstmals ein sechsstündiger Rust-Hackathon statt.
Der ESE-Hackathon „Sensorapplikationen mit Embedded-Rust entwickeln“ findet am 30. November ab 09:30 Uhr unter Anleitung erfahrener Embedded-Rust-Entwickler statt. Teilnehmen können alle Entwickler mit ersten Rust-Erfahrungen sowie erfahrene C/C++-Programmierer, die Rust in der Praxis kennenlernen möchten. Ziel des Hackathons ist das gemeinsame Entwickeln eines ersten Rust-Projektes sowie der Erfahrungsaustausch.
Ziel: Erfassen der Luftqualität des Kongressgeländes
Konkret lautet die Aufgabe des Hackathons in kleinen Teams mit Rust, Embassy und async eine Applikation zum Erfassen und Darstellen der Luftqualität auf dem Kongressgelände zu entwickeln. Als Plattform dient hierbei das eigens für den Hackathon bereitgestellte „ESE 2026 Rust Devboard“, das die Teilnehmenden am Ende des Hackathons behalten dürfen. Es basiert auf dem RP2354-Mikrocontroller von Raspberry Pi mit Arm-Cortex-M33-Kern, dem Bosch-BME690-Gassensor sowie dem 0,96 Zoll OLED-SSD1306-Display mit 128 x 64 Pixel. Zusätzlich bieten diverse Buttons, eine integrierte Debug-Probe sowie steckbare Peripherie Spielraum bei der Umsetzung.
Im Zuge des Projekts arbeiten die Teilnehmenden direkt mit Mikrocontroller, Sensorik und Display und beschäftigen sich unter anderem mit Sensortreibern, Hardwareansteuerung und Programmierung. Die Teilnehmenden entscheiden dabei selbst, wie Sie die aufgenommenen Messwerte aufbereiten und darstellen und die Bedienung gestalten möchten.
Rust im Alltag einsetzen können
Erfahrene Embedded-Rust-Entwickler von SystemScape und SSV Software begleiten die Teilnehmenden während des gesamten Hackathons und unterstützen bei technischen Fragen. So bietet der Hackathon die Möglichkeit, typische Konzepte von Rust nicht nur in der Theorie kennenzulernen, sondern direkt auf einer lauffähigen Hardware umzusetzen. Hierzu zählt unter anderem der Fearless-Concurrency-Ansatz. Er hilft dabei, nebenläufigen Code so zu entwickeln, dass viele typische Fehler bereits durch das Typsystem verhindert werden.
Die besten, pfiffigsten oder gelungensten Lösungen werden ausgezeichnet
Zum Abschluss des Hackathons bewertet ein Expertengremium die jeweiligen Sensorlösungen und kürt die besten Embedded-Rust-Hacker. Die Jury besteht aus Andreas Klinger, selbstständiger Trainer und mehrfach ausgezeichneter Best Speaker des ESE Kongress; Jürgen Fitschen, Leiter der Abteilung Forschung, Entwicklung und Innovation bei SSV Software Systems; sowie Sebastian Gerstl, Fachredakteur Embedded-Systeme und Embedded Software Engineering bei Vogel Communications Group.
Voraussetzungen
Wer teilnehmen möchte, sollte gute Programmierkenntnisse in C/C++ oder einer vergleichbaren Sprache mitbringen. Hilfreich sind zudem erste Erfahrungen mit Rust, jedoch sind sie keine Voraussetzung für die Teilnahme.
Weiterhin benötigen die Teilnehmenden ein vorbereitetes Notebook mit installierter Rust-Toolchain, ein USB-C-Kabel sowie einen GitHub-Account für die Zusammenarbeit im Team. Nach den sechs Stunden können die Teilnehmenden aus eigener Erfahrung einschätzen, wie sich Rust im Embedded-Alltag einsetzen lässt. Das erworbene Wissen lässt sich anschließend auch auf andere Cortex-M-Plattformen übertragen.
Die wichtigsten Facts zum ESE-Hackathon
- Wann: 30. November 09:30 – 17:10 Uhr
- Thema: Sensorapplikation mit Embedded Rust entwickeln
- Referenten: Julian Dickert, Joel Schulz-Andres, Systemscape (systemscape.de), Jürgen Fitschen, SSV Software Systems
- Technologien: Rust, Embassy, async, Raspberry Pi RP2354, Bosch BME690
- Teilnehmerzahl: max. 40
- GitHub-Repository:
GitHub - Systemscape/ese-2026-rust-hackathon: Hardware and Software for the Rust Hackathon at ESE Kongress 2026 - Anmeldung: Zusammen mit dem Tagesticket für MO 30. November buchbar
Diese Spezialisten moderieren den Hackathon:
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Julian Dickert ist Mitgründer und Geschäftsführer der auf Embedded-Rust-Beratung spezialisierten Systemscape GmbH sowie der auf auf Embedded Testing spezialisierten OnMCU GmbH. Er verfügt über einen Masterabschluss in Elektrotechnik der TU München, bringt umfassende Erfahrung in der Embedded-Software-Entwicklung mit und arbeitet bereits seit über sechs Jahren mit der modernen und sicheren Programmiersprache Rust. In seiner täglichen Arbeit setzt er seine Expertise in der Beratung, Entwicklung und Test-Automatisierung von Embedded-Systemen ein. Durch seine tiefe praktische Erfahrung mit Embedded Rust, sowohl für Embedded als auch für Web- und Cloudanwendungen, und seine tägliche Arbeit an realen Herausforderungen in Kundenprojekten, ist er ideal geeignet, um in diesem Vortrag fundiertes Wissen, bewährte Patterns und praxisnahe Einblicke zu vermitteln.
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Joel Schulz-Andres ist Mitgründer und Geschäftsführer der auf Embedded-Rust-Beratung spezialisierten Systemscape GmbH. Er verfügt über einen Masterabschluss in Elektrotechnik der RWTH Aachen University, bringt umfassende Erfahrung in der Embedded-Software-Entwicklung mit und arbeitet bereits seit über sechs Jahren mit der modernen und sicheren Programmiersprache Rust. Bei Systemscape setzt er seine Expertise in der Beratung, Entwicklung und Test-Automatisierung von Embedded-Systemen ein. Durch seine tiefe praktische Erfahrung mit Embedded-Rust, insbesondere im Bereich asynchroner Programmierung, und seine tägliche Arbeit an realen Herausforderungen in Kundenprojekten ist Joel ideal geeignet, um in diesem Talk fundiertes Wissen, bewährte Patterns und praxisnahe Einblicke zu vermitteln. Seine Verbindung aus technischer Expertise und Beratungserfahrung macht ihn zu einem exzellenten Sprecher für dieses Thema.
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Jürgen Fitschen leitet die Abteilung Forschung, Entwicklung & Innovation bei der SSV Software Systems GmbH. In den vergangenen Jahren war er an der Entwicklung zahlreicher IoT- und Embedded-Lösungen beteiligt und hat dabei umfassende Erfahrung mit internetverbundenen Geräten, verteilten Systemen und ressourcenbeschränkten Plattformen gesammelt. Sein Schwerpunkt liegt auf praxisnaher Technologieentwicklung an der Schnittstelle von Embedded Software, Funkkommunikation und industriellen IoT-Anwendungen. |
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