Mit der Digitalisierung muss sich Deutschlands Old Economy neu erfinden

Peter Siwon MicroConsult

Im Frühjahr veröffentlichte der VDE seinen Trendreport 2016. Ein Satz ließ mich aufhorchen: Acht von zehn Unternehmen seien besorgt, "dass Deutschland im Innovationswettlauf angesichts der US-Dominanz bei der technischen Software und Internet-Plattformen zurückfällt...". 50 Prozent befürchten, dass die deutsche Industrie "zu lange an klassischen Technologien, Methoden, Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen festhält". Die Nachrichtenseite Welt Online machte ein "Stimmungsbild an der Grenze zur Selbstaufgabe" aus.

Steht es so schlimm um unsere Branche? Mit der Digitalisierung werden die Karten neu gemischt. Innovation und Differenzierung verlagern sich in die Software, traditionell eine Domäne der USA. Deutschlands "Old Economy" muss sich neu erfinden. Probleme sind zu lösen und Weichen zu stellen, von den Rahmenbedingungen in den Unternehmen, über IT-Sicherheit bis hin zu Normen, Standards und technischen Hürden.

Selbstaufgabe kann ich in der Branche aber nicht ausmachen. Denn unsere Chance auf eine Vorreiterrolle in der digitalen Zukunft steht gut. Dafür müssen wir die Herausforderung konstruktiv statt pessimistisch angehen und unsere traditionell deutschen Stärken wie Ingenieurskultur, Erfindergeist und Qualitätsbewusstsein mit einer Prise mehr Bereitschaft für Innovation, Veränderung und Risiko kombinieren.

Nutzen Sie in diesem Sinne den ESE Kongress 2016, der die Herausforderungen der Digitalisierung in allen Facetten beleuchtet. Knüpfen Sie branchenübergreifend Kontakte. Finden Sie bei über 100 Referenten und mehr als 50 Ausstellern Expertenrat und Toolunterstützung. Zwei Highlights sind die Expertenrunde "Digitalisierung" und die Keynote "Philosophie trifft Elektronik".

Herzliche Grüße
Martina Hafner
Redakteurin ELEKTRONIKPRAXIS

 

PS: Das Programm des 9. Embedded Software Engineering Kongress strotzt nur so vor interessanten Themen.
Lesen Sie rein!